Das Geflügelgesundheitsprogramm

Österreich verfügt seit 1999 über ein von der EU-Kommission genehmigtes Salmonellenbekämpfungsprogramm. Dieses Programm umfasst derzeit ein umfassendes Paket an Maßnahmen und Vorkehrungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Salmonellen in der österreichischen Geflügelhaltung und –schlachtung sowie zur Verbesserung des Gesundheitszustandes der Geflügelbestände einschließlich Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung der Qualität der Produkte (Eier und Geflügelfleisch).

Die Präambel des Programmes (Punkt 1) erläutert Hintergründe sowie die Notwendigkeit der Bemühungen.

Durch den spartenspezifischen und übersichtlichen Aufbau des Programmtextes und den entsprechenden Anhängen sind die geltenden Vorschriften für alle Betriebe der jeweiligen Produktionssparte sowie für die Betreuungstierärzte leicht zu finden.

Das aktuelle Salmonellenbekämpfungsprogramm wurde vom Beirat ÖTGD in der Sitzung vom 19.04.2006 einstimmig beschlossen und ist für Mitglieder des Geflügelgesundheitsdienstes verpflichtend einzuhalten.

 

Downloads:
Rechte Maustaste -> Ziel Speichern unter...216 kb GGP-2006-Ergänzungen
Rechte Maustaste -> Ziel Speichern unter...251 kb Salmonellenbekämpfungsprogramm des GGD nach dem Prinzip der Competitive Exclusion
Rechte Maustaste -> Ziel Speichern unter...205 kb Ergänzung zum Geflügelgesundheitsprogramm Teil I, Salmonellenbekämpfung - Beprobung von Putenelterntierherden



Zur Bekämpfung von Salmonellen in der österreichischen Junghennenaufzucht und Legehennenhaltung soll eine verpflichtende Immunisierung der Junghennenbestände gegen Salmonella Enteritidis per Verordnung eingeführt werden. Eine entsprechende Verordnung befindet sich in Vorbereitung und soll noch 2006 in der Praxis wirksam werden.

Mehrere Beispiele in Europa zeigen, dass die Salmonellenbekämpfung im Bereich der Eiproduktion nur in Verbindung mit einer konsequenten Immunisierung der Aufzuchtherden gegen Salmonellen erfolgreich möglich ist.

Laut EU-Zoonosenrecht sollen ab 01.01.2011 nur mehr Konsumeier aus Legehennenherden vermarktet werden dürfen, die im Rahmen eines nationalen Salmonellenbekämfpungsprogrammes regelmäßig gegen Salmonellen getestet wurden und ein negatives Befundergebnis vorweisen können.

Ein Programm zur Vorbeugung und Bekämpfung von Campylobacter befindet sich in Vorbereitung und ist Thema der fachlichen Beratungen der nächsten Monate in den Ausschüssen der QGV.

EU-Baseline-Study Masthühner
Die QGV ist Umsetzungspartner bei der bis Oktober 2006 laufenden Studie über die Prävalenz von Salmonellen in Masthühnerbeständen. Die Probenziehungen erfolgen durch die Betreuungstierärzte.
Die Untersuchungsaufträge sowie die Befundergebnisse werden im PHD der QGV dokumentiert. Bei der Studie handelt es sich um eine anonyme wissenschaftliche Untersuchung. Die Ergebnisse stehen ausschließlich dem Gesundheitsministerium un der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zur Verfügung und spielen für die weitere EU-Zoonosenpolitik eine Rolle.

EU-Baseline-Study Truthühner
Ab Oktober 2006 bis Oktober 2007 soll nach dem gleichem Prinzip wie bei den Masthühnern eine Prävalenzstudie bei Truthühnern durchgeführt werden. Entsprechende Vorbereitungen hierzu werden in den nächsten Monaten getroffen.

Schwarzkopfkrankheit – Forschungsprojekt an der Geflügelklinik
Die QGV unterstützt finanziell ein aktuell an der Geflügelklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien laufendes Forschungsprojekt hinsichtlich der Erreger der Schwarzkopfkrankheit (Histomoniasis). Das Forschungsprojekt wird von Univ.-Prof. Dr. Michael Hess geleitet.