Initiative „Agrarzukunft Österreich“
Im Rahmen der Initiative des damaligen Landwirtschaftsministers Mag. Wilhelm Molterer wurde Anfang 1998 im Rahmen des Konzeptes „Agrarzukunft Österreich“ die Erarbeitung eines Branchenkonzeptes für den Geflügelsektor beschlossen, um durch eine verstärkte Qualitätsorientierung eine Stärkung des Sektors zu erreichen.

Bundesminister Molterer und die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Branchenkonzept Geflügel“, die mit Hilfe der Agentur C&M die Vorbereitungen für dieses QGV-Konzept erarbeitet haben, können als „Väter der QGV“ bezeichnet werden.

Der Dank gilt daher insbesonders folgenden politisch federführenden Personen:
Bundesminister Mag. Molterer Präsident ÖKR Wlodkowski Landesrat Dipl.-Ing. Plank
Dir. Dr. Mikinovic Gen.-Sekr. Dipl.-Ing. Astl Dipl.-Ing. Wöber
Min.Rat Dr. Ratheiser

 

Als Folge enger Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Vasicek (Geflügelklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien) nahmen die Überlegungen zur Verbesserung der Umsetzung eines geschlossenen Geflügelhygiene-Programmes vom Brutei bis zum Endprodukt in Form einer vertikalen Integration konkrete Formen an.

Die Arbeitsgemeinschaft der landw. Geflügelwirtschaft Österreichs (ALGÖ) beauftragte sodann den damaligen Referenten für Geflügel und Veterinärfragen der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs (PRÄKO) Dipl.-Ing. Stefan Weber mit der Konzeptrealisierung.

Dieser für die QGV historisch bedeutsame Auftrag der ALGÖ unter dem damaligen Obmann Komm. Rat Hermann Huber war mit Weitblick ausgestattet. Zitat aus dem Werkvertrag zwischen ALGÖ und Weber vom 30. April 1999 (§ 2 des Werkvertrags):
Projektmanagement bis Vereinsgründung QGV
Betreuung der Geschäftsführung des QGV und Mitkonzeption des Datensystems incl. Einschulung und Informationsleistungen
Konzeptkonstruktion: Geflügelhygieneprogramm versus Tiergesundheitsdienste sowie Erstellung des Geflügelhygieneprogrammes incl. inhaltlicher und fachlicher Detailarbeiten
Betreuung der QGV (Start des Programmes)

 

Im Geschichtsbuch der QGV finden sich auch zwei weitere historisch wichtige Termine. So haben sich am 07. Mai 1999 die Obmänner der Geflügelwirtschaftsverbände in Ansfelden und am 15./16. Oktober 1999 ein erweiterter Vorstand der ALGÖ in Schloss Haindorf bei Langenlois ausführlich mit der Konzeption der QGV befasst.

Gründung der QGV am 25. November 1999 in Graz
Die Gründungsversammlung der Österreichischen Qualitätsgeflügelvereinigung erfolgte am 25. Nov. 1999 im Volksbildungsheim in Graz. Veterinärdirektor Hofrat Dr. Josef Köfer wurde einstimmig zum Obmann gewählt.

Als wesentliche Schritte der Arbeit der ersten Jahre QGV-Tätigkeit sind zu nennen:
Die Schaffung des bundesweiten Poultry Health Data (PHD), der künftig eine sehr bedeutsame und positive Rolle als tragende Säule spielen wird.
Das parallel zur Gründung der QGV erreichte Tiergesundheitsgesetz mit einer staatlichen Entschädigungsregelung für Elterntierbetriebe, wodurch eine bessere Salmonellenbekämpfung erreicht wurde.
Die seit 2000 erreichte EU-Genehmigung für das nationale Salmonellenbekämpfungsprogramm.
Die effiziente Abwicklung des Förderprogramms für die Programmkostenentlastung mit umfangreichem Steuerersparnisvorteil für die Betriebe.
Die erreichten Kooperationen mit den Veterinärverwaltungen auf allen Ebenen, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und den Untersuchungslaboratorien sowohl für Salmonellentestungen als auch für Trinkwasseruntersuchungen.

Nachdem als Folge des sogen. Arzneimittelskandals BM Molterer und BM Haupt die Schaffung eines TGD-Konzeptes paktierten, wurde seitens der QGV wiederum in engster Abstimmung mit beiden Ministerien an der Neugestaltung des Konzeptes mitgearbeitet.

Auf Basis des Vorstandsbeschlusses vom 15. Mai 2001 begann die QGV eine umfassende Statutenreform zur Schaffung der juristischen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Geflügelgesundheitsdienst vorzubereiten. Am 23. Mai 2002 beschloss die Generalversammlung im Festsaal des Francisco-Josephinums in Wieselburg in Anwesenheit von Bundesminister Mag. Molterer einstimmig die neuen Statuten.

Nach dem Inkrafttreten des Tierarzneimittelkontrollgesetzes (TAKG) und der Tiergesundheitsdienst-Verordnung (TGD-VO) erfolgte die bescheidmäßige Anerkennung der QGV als Geflügelgesundheitsdienst durch die Landeshauptmänner der Bundesländer Kärnten, Steiermark, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg. Seitens Tirol wird die Anerkennung demnächst erwartet.

Anlässlich der Generalversammlung vom 18. Juni 2003 wurden in Ansfelden die Funktionäre neu gewählt. Gründungsobmann Univ.-Prof. HR Dr. Josef Köfer wurde zum Ehrenobmann und Dr. Heimo Laßnig zum neuen amtierenden Obmann der QGV gewählt.